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Strategie

Domains

Soziale Netzwerke und die Zukunft der Domain

Wir analysieren, wie sich soziale Netzwerke und Quasi-Monopolisten entwickeln und ob ihre Angebote die Bedeutung der Domain gefährden. Die Vergangenheit zeigt, dass Marktdominanz nicht vor dem Untergang schützt. Anbieter kommen und gehen – auch Marktführer. Altavista war die erste Volltextsuchmaschine und wurde 2001 durch Google als populärste Suchmaschine ersetzt. Facebook löste 2008 das bis dahin größte soziale Netzwerk Myspace ab und Google Plus, studiVZ, lokalisten und wer-kennt-wen sind inzwischen eingestellt oder in der Bedeutungslosigkeit versunken. Domains gibt es seit über 30 Jahren und die Frage ist berechtigt, ob die Domain durch andere Dienste abgelöst wird.

Große Plattformen sind attraktiv – bis etwas schief läuft

Schon jetzt verwenden einige Unternehmer und User ausschließlich Plattformen wie Facebook, Instagram, Youtube oder ebay. Das Versprechen dieser Anbieter ist verlockend: Millionen von Kunden, einfache Contenterstellung und -wiedergabe und keine Wartungs- und Entwicklungskosten.

Große Plattformen sind attraktiv – bis sich etwas ändert und Nutzer die vermeintliche Kontrolle verlieren. Das passiert, wenn plötzlich Besucherströme versiegen, weil sich der Algorithmus ändert [1], unvermittelt eingeplante Werbeeinnahmen fehlen oder kostenlose Leistungen kostenpflichtig werden. Zusätzlich ist die Kommunikation mit Quasi-Monopolisten im Ausland kompliziert. Nutzer verzweifeln, wenn das Benutzerkonto gehackt, manipuliert oder gelöscht wird. Das jüngste Beispiel sind Influencer, deren Instagram-Account gehackt wurde.

Die über Social Media-Plattformen gesammelten Kontakte lassen sich nicht einfach exportieren oder umziehen. Ist ein Account gelöscht und damit auch die Follower, ist man dem Wohlwollen des Anbieters ausgeliefert. Anders sieht es mit gesammelten E-Mail-Adressen aus: Diese lassen sich anbieterunabhängig für E-Mails und Newsletter nutzen. Eine Facebook-Seite kann nicht einfach zu einem neuen Anbieter gezogen werden, der eine bessere Datenschutzbilanz hat. Gelöschte Instagram Inhalte können nicht wie ein WordPress-Backup bei Instagram oder einem Konkurrenten eingespielt werden. Eine eigene Domain schützt nicht vor sämtlichen denkbaren Veränderungen und Angriffen. Allerdings gewährt eine Domain ein hohes Maß an Unabhängigkeit, Sicherheit und Zukunftsfähigkeit. Sie ist kein geschlossenes System mit hohen Wechselkosten.

Soziale Netzwerke sind langfristig nicht kostenlos. Die Monopolisierung durch Google, Youtube und Facebook führt dazu, dass Anbieter für die Sichtbarkeit in diesen Diensten Geld zahlen müssen. Google blendet Anzeigen in Suchergebnisse ein, Youtube zeigt kurze Werbeclips und Facebook verlangt sogar Geld für die Verbreitung von Beiträgen an existierende Fans und Follower.

Diese Beispiele zeigen, wie fragil der Nutzen von Social Media-Plattformen ist und weshalb sie nicht als Fundament dienen sollten. Der Preis für die Vorteile, die diese Plattformen bieten, ist die Weitergabe persönlicher Daten, die Gefahr Kontakte und Inhalte irreversibel zu verlieren und der Aufwand mit den Anbietern zu kommunizieren, falls ein Konto gehackt, gelöscht oder missbraucht wird. Die Konstante ist seit 1985 die Domain und das DNS [2].

Unabhängigkeit mit einer eigenen Domain

Die Domain ist anbieterunabhängig. Ein Domaininhaber kann seine Domain zu einem anderen Registrar ziehen, auf einen anderen Inhaber übertragen und bestimmt, was Besucher der Website sehen. Eine Domain gewährleistet Kontrolle, Social Media-Anbieter fördern Abhängigkeit. Sie können das Vertragsverhältnis mit Ihrem Provider kündigen, ohne Ihre Domain zu verlieren. Künstliche Einschränkungen mancher Provider – etwa bei der Domain-Weiterleitung, um zum Kauf der eigenen Webhosting-Produkte zu zwingen – können so leicht aufgehoben werden. Ziehen Sie in diesem Fall die Domain zu einem Anbieter um, bei dem es diese Einschränkungen nicht gibt.

Datenschutz

Für den Datenschutz ist der Sitz des Anbieters und der Serverstandort entscheidend. Für deutsche Kunden ist es in der Regel von Vorteil, wenn sowohl der Anbieter als auch dessen Server in Deutschland sind. So werden gespeicherte E-Mails und Website-Daten nach deutschen und europäischen Datenschutzstandard geschützt.

Eigene Sichtbarkeit kontrollieren

Haben Sie bereits nach Ihrem Namen gesucht und überprüft welche Ergebnisse erscheinen? Mit einer eigenen Domain ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass die Domaininhalte andere Suchergebnisse nach unten verdrängen. So kontrollieren Sie die Informationen, die andere Menschen über Sie finden.

E-Mail mit eigener Domain

Fast alle Dienste nutzen die E-Mail-Adresse als das zentrale Kontakt- und Legitimationsmerkmal. Die Kontinuität einer E-Mail-Adresse ist wichtig. Kostenlose E-Mail-Dienste kommen und gehen. Sie werden eingestellt, gekündigt oder kostenpflichtig. Wer hätte damals vermutet, dass das ePost-Freemail-Angebot der Deutschen Post eingestellt werden würde. Die eigene Domain befreit Sie von diesen Risiken. Sie können ihre Domain umziehen und durch einen Anbieterwechsel mit den Ihnen wichtigen Leistungen ausstatten. Von einem eigenen MX-Server über die E-Mail-Lösung des Registrars bis hin zur Verknüpfung von Domain und GMail-Account (Google Mail) ist alles möglich.

Sollten Sie eine E-Mail-Adresse eines kostenlosen Anbieters löschen, besteht die Gefahr, dass der Gratis-Mail-Anbieter die E-Mail-Adresse an einen neuen Kunden vergibt und dieser neue E-Mail-Inhaber Nachrichten erhält, die an den alten Inhaber gerichtet waren. Bei einer eigenen E-Mail-Adresse mit eigener Domain haben Sie dieses Risiko unter Kontrolle. Grundsätzlich gilt: E-Mail-Adressen bleiben im besten Fall ein Leben lang unter der Kontrolle des ursprünglichen Inhabers.

Domain und E-Mail: Einprägsame Adresse

Eine eigne Domain und eigene E-Mail-Adresse ist nicht nur eine Kontaktmöglichkeit auf der Visitenkarte, sie ist zugleich ein Merkmal der Digitalkompetenz.

E-Mail-Adressen von Gratis-Mail-Anbietern wirken weniger professionell. Eine eigene Domain mit E-Mail-Adresse hebt sich ab und weckt größere Aufmerksamkeit, als eine Gratis-Adresse von der Stange. Mit der Domain-Endung .email gibt es auch eine passende Endung für diejenigen, die eine einprägsame Domain für eine gute E-Mail-Adresse suchen.

Gleiches gilt für die Domain: Eine eigene Domain ist professioneller als eine Subdomain (meinblog.blogspot.com) bei einem Drittanbieter oder eine Unterseite bei Facebook (www.facebook.com/uniteddomains/).

Komfort und Ordnung: E-Mail-Aliase gegen Spam

Mit einem E-Mail-Alias können Sie die Spamflut besser kontrollieren. Ein Alias ist eine weitere E-Mail-Adresse, mit deren Hilfe eingehende Nachrichten in Ihr E-Mail-Postfach weitergeleitet werden. Anstatt Ihre Haupt-E-Mail-Adresse bei jedem unbedeutenden Dienst zu hinterlegen, können Sie ein Alias nach dem Schema dienst@meine-domain.de anlegen. Erhalten Sie zu viel Spam an eine dieser Aliase, können Sie den Alias löschen. Spam, der an diese Adresse gerichtet ist, wird dann nicht mehr in Ihr E-Mail-Postfach weitergeleitet.

Die Anzahl der E-Mail-Adressen/Aliase ist bei den meisten Gratis-Anbietern auf 1 bis 15 Adressen begrenzt. Bei united-domains gehört zu jeder Domain ein kostenloses E-Mail-Paket und Sie können unbegrenzt E-Mail-Aliase anlegen. In unserem Hilfe & Support Bereich erklären wir Ihnen, wie Sie E-Mail-Aliase anlegen. Unser kostenloses E-Mail-Paket können Sie hier aktivieren.

Fazit

Social-Media-Plattformen erleichtern die Veröffentlichung von Inhalten für ein riesiges Publikum immens. Bei allen Vorteilen ist es dennoch sinnvoll, sich die Frage zu stellen, was passieren würde, wenn die veröffentlichten Inhalte plötzlich nicht mehr erreichbar sind, keine Möglichkeit besteht, Follower zu kontaktieren oder die Einnahmen einbrechen.

Die Risiken einer Social-Media-Präsenz durch die fehlende Kontrolle können minimiert werden. Der Fokus sollte auf der eigenen Domain liegen und Traffic vom Social Media-Profil auf die eigene Domain lenken. Anbieter sollten eine Kontaktmöglichkeit etablieren, die nicht durch Social Media-Plattformen kontrolliert wird – z. B. durch ein Newsletterabo.

Social Media-Präsenzen sind keine Konkurrenz für eine eigene Domain. Es ist keine typische Entweder-oder-Entscheidung. Beide Kanäle ergänzen sich gut. Eine echte Konkurrenz mit den Vorteilen einer Domain ist bisher nicht in Sicht. Die Domain ist noch immer die Konstante.

 


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