ud.com united-domains Blog

Skandal im Sperrbezirk: .xxx-Domains sorgen weiter für Wirbel

29. Dezember 2011

Zum Jahresendspurt zeigt sich die bunte Domain-Welt nochmals in ihrer ganzen Pracht: So geben die Vergabestellen der .at-Domain sowie der .eu-Domain einen Blick hinter die Kulissen, gewissermaßen tiefe Einblicke offenbart die aktuelle Diskussion um das Vorgehen von ICM gegen Cybersquatter. Hier die Kurznews unserer Kollegen von domain-recht.de.

ICM Registry Inc., Verwalterin der .xxx-Domain, greift im Kampf gegen Cybersquatting hart durch. Nachdem mehrere Fälle eklatanter Rechtsverletzungen durch eine Handvoll von Einzelpersonen bekannt wurden, hat sich ICM für eine Suspendierung der betroffenen Adressen entschieden. Hierzu zählen unter anderem businessweek.xxx, snapfish.xxx, verizonwireless.xxx oder washingtonpost.xxx. Allerdings begibt sich die Registry damit auf dünnes Eis: Über die Suspensierung entschied ICM ohne ein Schiedsverfahren oder ein ordentliches Gericht, allein aufgrund eines behaupteten Verstoßes gegen Vergaberegeln. Das Risiko, dass der Inhaber doch zur Registrierung berechtigt war, bleibt aber. Gut möglich also, dass ICM Registry sein rigides Vorgehen noch bedauert.

.xxx-Domains: Es geht rund im Kampf gegen Cybersquatter

.xxx-Domains: Es geht rund im Kampf gegen Cybersquatter



Deutlich friedlicher scheint es bei unseren südlichen Nachbarn zuzugehen. Die österreichische Registry Nic.at, Vergabestellte der .at-Domain hat seinen “.at-Report” neu aufgelegt. Die Schlussausgabe 2011 ist der Rechtsabteilung gewidmet, die es in den letzten elf Jahren mit 1.200 .at-Streitigkeiten zu tun bekommen hat. Lediglich ein Zehntel landete allerdings vor Gericht. Wird Nic.at dediziert auf eine Rechtsverletzung hingewiesen, gelangt eine .at-Domain üblicherweise in den Wartestatus, bis sich die Parteien geeinigt haben oder eine rechtskräftige Gerichtsentscheidung vorliegt. Bis dahin kann eine Domain nicht übertragen werden. Im Jahr 2010 gab es zum Beispiel 88 solcher Fälle, wobei die Tendenz rückläufig ist - ein Hinweis auf gesicherte Rechtslage.

Go east in Brüssel: Bei soviel geballtem Wissen will auch EURid, die Vergabestelle der .eu-Domain mit Sitz in Brüssel, nicht hinten anstehen. Im .eu-Fortschrittsbericht für das dritte Quartal 2011 hebt EURid vor allem hervor, dass in den jüngeren EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien, Litauen und Rumänien die Zahl der Registrierungen überdurchschnittlich hoch ist. Insgesamt konnte .eu zwischen August und Oktober 2011 um 67.325 (2,0 Prozent) Domains zulegen. Mit insgesamt 3.413.726 Domains bleibt .eu unter den Top-5 der ccTLD-Weltrangliste, wenn auch nur knapp vor Chinas .cn. Bei weitem noch nicht ausgeschöpft scheint das Potenzial an internationalisierten Domain-Namen, die lediglich 1,7 Prozent aller Registrierungen ausmachen.

EU27 - “Wir können Europa - Sie auch?”

1. März 2010

Am 1. März ist unsere neue Marketing-Kampagne gestartet. Intern trägt sie den Titel “EU27″. Schöner formuliert von unseren Marketing-Leuten heißt das dann “Wir können Europa – Sie auch?”.

Im Mittelpunkt der neuen Kampagne stehen die 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union und deren jeweilige Domain-Endung (ccTLD), also alles von .be für Belgien bis zu .si für Slowenien. united-domains ist einer der wenigen Provider, der alle 27 europäischen Länder-Endungen anbieten kann. Bei einigen Ländern gibt es Registrierungsbeschränkungen. So ist zum Beispiel für die Registrierung einer .fr-Domain (Frankreich) ein französischer Wohnsitz erforderlich. In diesen Fällen bieten wir unseren Kunden einen Treuhand-Service an. Auch ein deutscher Kunde kann dadurch eine .fr-Domain registrieren und zum Beispiel für ein französischsprachiges Webangebot verwenden. Für unseren Treuhandservice entstehen keine zusätzliche Kosten.

Die aktuelle Print-Anzeige für EU27

Die aktuelle Print-Anzeige für EU27

Deutschland ist mit 81,9 Millionen Einwohnern nicht nur das bevölkerungsreichste EU-Mitglied, sondern mit 13,5 Million registrierten .de-Domains (siehe DENIC-Statistik) auch “Domain-Europameister”. Auf den Plätzen zwei und drei folgen Großbritannien (8,1 Millionen registrierte .uk-Domains) und die Niederlande (3,7 Millionen .nl-Domains).
Interessant wird es, wenn man die Anzahl der Domains pro 1.000 Einwohner betrachtet. Für Deutschland ergibt sich hier ein Wert von 165 registrierten .de-Domains pro 1.000 Einwohnern.

Hier die aktuelle Tabelle der “Domain-Europameisterschaft”.

Land Anzahl Domains Einwohner Domains/1.000 Einw.
Niederlande 3.700.000 16.576.800 223
Dänemark 1.044.000 5.547.100 188
Deutschland 13.500.000 81.757.600 165
Großbritannien 8.100.000 62.041.700 131
Österreich 915.000 8.372.900 109
Schweden 974.000 9.347.900 104
Luxemburg 48.000 502.200 96
Belgien 990.000 10.827.500 91
Europa gesamt 39.667.610 501.260.100 79
Tschechische Republik 645.000 10.512.400 61
Estland 75.000 1.340.300 56
Ungarn 495.000 10.013.600 49
Polen 1.700.000 38.163.900 45
Finnland 226.000 5.350.500 42
Slowakei 205.000 5.424.100 38
Slowenien 76.000 2.054.100 37
Lettland 80.000 2.249.000 36
Litauen 112.000 3.329.200 34
Irland 137.000 4.450.900 31
Italien 1.800.000 60.397.400 30
Portugal 301.000 10.636.900 28
Griechenland 301.500 11.306.200 27
Spanien 1.200.000 46.087.200 26
Frankreich 1.600.000 64.709.500 25
Rumänien 435.000 21.466.200 20
Zypern 8.110 801.900 10
Malta n.a. 416.300 n.a.
Bulgarien n.a. 7.576.800 n.a.



Unter welchen europäischen Domain-Endungen Ihr (Firmen-)Name oder Ihre Marke noch verfügbar ist, können Sie hier prüfen:

www.

9.044 von 15.210

11. Dezember 2009

eu_blog

Fakten, Fakten, Fakten

Was lange währt, wird endlich gut: diesen Donnerstag, am 10. Dezember gingen nach einer langen Vorbereitungsphase die .eu-Umlaut-Domains (kurz .eu-IDNs oder auch “.eü-Domains”) an den Start. Bereits seit mehreren Jahren sammelten wir Vorbestellungen für unsere Kunden ein, die wir nun an die Vergabestelle EURid weitergeleitet haben. Insgesamt wurden 15.210 Vorbestellungen von uns weitergeschickt, von denen wir 9.044 für unsere Kunden sichern konnten - eine Quote von fast 60 Prozent! Europaweit haben wir über 9.000 erfolgreichen Registrierungen einen Marktanteil von 20% bei den Umlaut-Domains und sind damit wohl der größte “Umlaut-Registrar”.


Aktuell werden die einzelnen Registrierungen von uns nachbearbeitet. Anfang der kommenden Woche stehen die neu registrierten .eu-Domains dann zur Konfiguration in Ihrem Domain-Portfolio bereit. Wir müssen unsere Kunden hier noch um etwas Geduld bitten.


Was sind Umlaut-Domains nun eigentlich genau?

Rein technisch gesehen handelt es sich bei allen Umlaut-Domains um eine speziell codierte Domain-Version. Das so genannte Punycode-Verfahren konvertiert dabei Umlaut-Domains wie börse.eu weltweit einheitlich in die ASCII-Form xn--brse-5qa.eu und macht sie so für alle aktuellen Browser problemlos lesbar. Damit müssen Sie nicht mehr auf Umlaute in der Adresszeile Ihres Browsers verzichten und können beispielsweise statt mueller.eu die etwas kürzere Adresse müller.eu sichern.


Was gibt es aus technischer Sicht zu beachten?

Wichtigste Voraussetzung für eine reibungslose Nutzung der Umlaut-Domains (IDNs) ist ein aktueller Internet-Browser. Umlaut-Domains nach dem Punycode-Standard werden derzeit von Netscape ab Version 7.1, Mozilla (ab 1.4), Opera (ab 7.2) sowie dem Internet Explorer 7 und 8 unterstützt. Nutzer des Internet-Explorers in älteren Versionen und von Outlook Express benötigen bis auf weiteres ein Plug-In von VeriSign. Sie können es kostenlos unter dem Link Verisign-Plugin herunterladen.
Ob Ihr Browser bereits “umlaut-fähig” ist, können Sie ganz einfach hier testen: http://www.ä-test.com.

Um Ihre Umlaut-Domain als Ziel einer Weiterleitung verwenden zu können (etwa, wenn beim Aufruf von boerse.eu die Inhalte von börse.eu dargestellt werden sollten), müssen Sie sie im Punycode angeben. Mit dem Punycode-Umwandler können Sie Umlaut-Domains mit einem Klick als Punycode anzeigen lassen.


Ich habe meine .eu-Umlaut-Domain nicht bekommen - was tun?

Leider konnten wir nicht alle vorbestellten .eu-Domains erfolgreich für unsere Kunden registrieren, da auch bei anderen Anbietern teilweise Vorbestellungen für die gleichen Namen eingingen. Sie haben jedoch jederzeit die Möglichkeit, sich an unseren Partner sedo zu wenden. Hier, beim weltweit größten Domain-Handelsplatz, können Sie Ihren Wunschnamen unter Umständen vom aktuellen Domain-Inhaber abkaufen. Natürlich können Sie das Angebot ebenfalls nutzen, wenn Sie Ihre neue .eu-Domains verkaufen möchten: mit sedo erreichen Sie unkompliziert einen großen Käuferkreis und gehen mit dem sedo-Treuhandservice kein Risiko beim Verkauf ein.