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Konferenz zu den neuen Domain-Endungen in München

Unternehmen

newdomains 2013: Mehr Freiheit und Innovation

Die newdomains 2013, Europas größte Konferenz zu den neuen Domain-Endungen, ist erfolgreich zu Ende gegangen. Rund 300 Teilnehmer aus der ganzen Welt erlebten in München drei Tage lang spannende Vorträge, lebendige Diskussionen und viele tolle Überraschungen. Das ganze Team von united-domains ist glücklich und stolz, Gastgeber dieses für die weitere Entwicklung des Internet so bedeutenden Events gewesen zu sein.

ICANN-Chef erklärt US-Dominanz über Internet für beendet

ICANN-Chef Fadi Chehadé auf der newdomains 2013 in München (Foto: Markus Kroha)

ICANN-Chef Fadi Chehadé auf der newdomains 2013 in München (Foto: Markus Kroha)

Den Auftakt der Konferenz markierte die mit Spannung erwartete Keynote von Fadi Chehadé, dem CEO und Präsidenten der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers), der internationalen Dachorganisation zur Regulierug des Internet. Fadi Chehadé machte deutlich, dass die Vormachtstellung der USA über das Internet nicht aufrecht erhalten werden könne: „Der gegenwärtige ICANN-Vertrag, welcher der US-Regierung eine einzigartige Rolle im Root-Management verleiht, ist nicht zukunftsfähig.“ Der ICANN-Chef plädierte mit Nachdruck für eine Globalisierung der ICANN: „Ich denke, wir müssen gemeinsam darüber nachdenken, wie wir uns weiterentwickeln und wie wir den Vertrag globalisieren.“ Er warnte jedoch auch vor einem Machtvakuum, das die Internet-Infrastruktur destabilisieren könnte.

Vertreter von .berlin und .wien unterzeichnen Verträge mit der ICANN

Nach der brillanten Keynote von Fadi Chehadé gelang der ICANN noch ein besonderer Coup: Dirk Krischenowski von dotBERLIN und Nikolaus Futter von punkt.wien wurden aufs Podium gebeten und unterzeichneten unter tosendem Beifall die Verträge für .berlin und .wien. Damit sind diese beiden neuen Endungen endlich in trockenen Tüchern und können voraussichtlich im ersten Quartal 2014 registriert werden. Die Internet-Revolution startet also – neben .ruhr – mit zwei weiteren starken regionalen Endungen im deutschsprachigen Raum.

Vertragsunterzeichnung für .berlin und .wien (Foto: Markus Kroha)

Vertragsunterzeichnung für .berlin und .wien (Foto: Markus Kroha)

Jordyn Buchanan von Google wirbt für neue Domain-Endungen

Google ist mit 97 Anträge nach Donuts der zweitgrößte Bewerber für die neuen Domain-Endungen. Jordyn Buchanan ist verantwortlich für den Aufbau von Googles Registrierstelle und hat in seinem Vortrag einen aufschlussreichen Einblick in Googles Domain-Strategie gegeben. Hierbei ist besonders hervorzuheben, dass der weitaus größte Teil der von Google beantragten Domain-Endungen durch Dritte registrierbar sein wird. Das Bekenntnis von Google lautet sinngemäß: Wir profitieren davon, wenn das Internet besser wird. Entsprechend positiv ist man in Mountain View den neuen Endungen gegenüber eingestellt: „Die neuen Domain-Endungen werden verstanden und sind nützlich, nicht verwirrend“, sagte Buchanan und widersprach damit dem Vorurteil, dass die neuen Endungen das Internet unübersichtlicher machen würden.

Jordyn Buchanan von Google (Foto: Markus Kroha)

Jordyn Buchanan von Google (Foto: Markus Kroha)

Ein weiteres wichtiges Thema: Welchen Einfluss werden die neuen Domain-Endungen auf die Suchergebnisse haben (Stichwort „SEO“)? Googles Antwort war differenziert: Letztlich komme es darauf an, welche Signale das Gesamtpaket (Content + Domain) aussende — ein Plädoyer für differenzierte und passgenaue Angebote. Pauschale Lösungen sind bei diesem komplexen Thema ohnehin nicht möglich.

Jedenfalls, das starke Bekenntnis und Engagement einer der bedeutendsten Internet-Player für die neuen Domain-Endungen bestätigt ein weiteres Mal, dass diese auch tatsächlich erfolgreich sein werden.

Markenschutz, Marketing und viele neue Ideen

Weitere Schwerpunkte unserer Konferenz lagen auf den Themen Markenschutz und Marketing: Wie kann ich meine Marke vor Trittbrettfahrern schützen? Welche Domains unter den neuen Endungen sind für mein Unternehmen essentiell und wie beschaffe ich diese? Wie richte ich mit den neuen Domain-Endungen zielgenauer mein Marketing aus? Hier standen renommierte Experten aus der ganzen Welt Rede und Antwort und ermutigten ihre Zuhörer, die historische Gelegenheit beim Schopfe zu packen und die großen Veränderungen, die dem Internet bevorstehen, zum Anlass zu nehmen, neue kreative Produktideen auszuprobieren. Wir können also mit Recht sagen: Es herrschte Aufbruchsstimmung auf der newdomains 2013!

Fazit: Die neuen Domain-Endungen bringen mehr Wettbewerb und Differenzierungsmöglichkeiten in das Domain-Namens-System (DNS). Mehr Wettbewerb und Differenzierung bedeutet aber auch – da waren sich alle einig: mehr Freiheit und Innovation. Wir sind gespannt, wie es weitergeht …


Erste Medienreaktionen auf die newdomains 2013:


Weitere Eindrücke von unserer Konferenz in unserer Fotogalerie auf Facebook »

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