29. September 2011
“#newdomains conference is very well done, my deepest respects to the team at @uniteddomains @florianhuber @newdomains_org”
Diesen Text twitterte Jothan Frakes, ein Urgestein im Domain-Geschäft und Panelteilnehmer und Co-Moderator der newdomains.org.
Über 250 Teilnehmer aus aller Welt von Asien bis Amerika, mehr als 25 Veranstaltungen an zwei Tagen parallel in zwei Channels, eine Konferenzmesse mit 15 Ausstellern und als Bonus zwei große Abend-Events im Hofbräukeller und Hippodrom auf dem Münchner Oktoberfest - unsere „newdomains.org – The Munich Conference on New TLDs“, dürfen wir in aller Bescheidenheit einen Erfolg nennen.

Aus unserer Sicht besonders erfreulich: Neben den “üblichen Verdächtigen”, den bekannten Gesichtern der Domain-Branche, kam etwa die Hälfte der Teilnehmer aus anderen Bereichen. Ähnlich war es auch bei den vertretenen Nationalitäten: Etwa die Hälfte der Teilnehmer kam aus Deutschland, die andere Hälfte verteilte sich auf den Rest der Welt. So waren bis auf Südamerika waren alle Regionen der Erde vertreten. Zudem gaben sich mit ICANN-Chairman Stephen Crocker, dem nTLD-Verantwortlichen Kurt Pritz sowie Crockers Amtsvorgänger Peter Dengate Thrush im Münchner Sofitel Bayerpost führende Köpfe der ICANN die Ehre.


Stephen Crocker beeindruckte mit seiner Fachkompetenz und seiner gelassenen Art, sowohl als Referent, bei Presseinterviews oder im persönlichen Gespräch - und offenbarte eine ordentliche Prise Humor: Angesprochen auf die immer wieder auftretende Kritik am nTLD-Programm der ICANN gab er trocken zurück: “Kritik sind wir bei der ICANN gewohnt”. Und zum traditionell-bayerischen Conference Dinner im Hofbräukeller sagte er: “Well, am I going to have to wear a Dirndl”?
Einen Eindruck von beiden Konferenztagen - inklusive Conference Dinner am Montag - gibt unser flickr-Fotostream. Die Bildberichterstattung endet jedoch am Eingang zum Oktoberfest am frühen Dienstag abend. Es sei aber gesagt: Es war ein ausgelassener, fröhlicher Abschluss der Konferenz, von dem wir keine Ausfälle verschweigen müssen, da alles zivilisiert ablief.


Wir freuen uns auf die Fortsetzung im nächsten Jahr bei der “newdomains.org - The Munich Conference on new TLDs 2012″!
26. September 2011
Die erste große europäische Konferenz zu den neuen Top-Level-Domains, die von der united-domains AG veranstaltete „newdomains.org – The Munich Conference on New TLDs“, hat heute ihre Pforten geöffnet. (weiterlesen…)
22. September 2011
“Apple kauft 16 Web-Domains mit winzigem Fehler” - meldete kürzlich der Online-Nachrichtendienst itopnews.de. Damit erhöht das Unternehmen die Zugriffszahlen auf seinen Musikdienst, da nun auch die Nutzer, die sich bei der Adresseingabe vertippen, gleich bei itunes landen. Neben der eigenen URL auch andere, ähnliche Domains bestellen kann für viele Unternehmen aber auch ein wichtiger Schritt bei der Verbesserung der IT-Sicherheit bedeuten, wie eine Studie des Sicherheitsunternehmens Godai Group LLC herausgefunden hat.
Das unbefugte Registrieren von Vertipper-Domains, um sie mit Gewinn zu verkaufen, ist fast so alt wie der Handel mit Domains. Die “Doppelgänger-Domains” genannte Studie hat derartige Vertipperadressen nun als Schwachstelle in der täglichen Kommunikation der Unternehmen ausgemacht. Der Fokus der Studie liegt dabei auf dem Einsatz von Subdomains nach dem Muster usapple.com statt us.apple.com. Gerade weltweit tätige Unternehmen nutzen solche Unteradressen. Bei den untersuchten Unternehmen handelt es sich um die 500 umsatzstärksten Unternehmen der Welt. Die Studie kam zu dem Ergebnis, dass etwa 30 Prozent der Unternehmen anfällig für Angriffe durch Doppelgänger-Domains waren.
Godai hat dabei zwei Ansätze untersucht: zum einen Attacken, bei denen der Angreifer die Vertipper-Domain registriert, um dann einen Mail-Server so zu konfigurieren, dass alle über diese Domain gesandten eMails (”catch-all”) bei ihm eingehen. Zum anderen wurde die Vertipper-Domain genutzt, um sie aktiv beispielsweise im Rahmen von Social Media einzusetzen und an vertrauliche Informationen zu gelangen. Im Fall der passiven Attacken gelang es, binnen sechs Monaten über 120.000 eMails mit insgesamt 20 Gigabyte Daten zu sammeln, die Geschäftsgeheimnisse wie Rechnungen, Diagramme, Passwörter oder Kreditkarteninformationen enthielten.
Die Studie zeigt, wie wichtig Domain-Endungen und deren Verwaltung geworden sind. Insbesondere Unternehmen sollten ein Domain-Portfolio aufzubauen und auf aktuellem Stand zu halten: alle relevanten gTLDs (wie .com, .net und .info) und Länderendungen berücksichtigen und insbesondere bei mehrteiligen Begriffen an Tippfehler-Varianten denken. Auch allgemeine Begriffe notebook.com können - etwa im Marketing - wertvolle Dienste leisten und dabei noch vorbösen Überraschungen schützen.
Ausführliches zu den Doppelgänger-Domains und anderen News rund um Domains auch unter domain-recht.de
von uniteddomains unter Domain-Registrierung gepostet.
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19. September 2011
Konferenz newdomains.org am 26./27. September in München. (weiterlesen…)
16. September 2011
Sie sind Domainer und suchen die sportliche Herausforderung? Wie wäre es mit einer Bewerbung um die .sport-Domain: Nun hat ein dritter Kandidat hat angekündigt, sich um die Endung bewerben zu wollen. Bei .com.de steht der unmittelbare Start dagegen bevor, während Katar für Frieden sorgt - hier die Kurznews der Kollegen von domain-recht.de.
Das in Genf ansässige UN-Schiedsgericht der World Intellectual Property Organisation (WIPO) erweitert ihr Angebot an Streitschlichtungsverfahren für Länderdomains. Seit 22. August 2011 können sich Inhaber von Marken, die sich durch Domains aus dem Emirat Katar in ihren Rechten verletzt sehen, an das Gericht wenden. Erfasst ist sowohl die klassische .qa-Domain als auch die internationalisierte Variante in arabischen Schriftzeichen. Das Verfahren richtet sich nach der Qatar Domains Registry Domain Name Dispute Resolution Policy (”Policy”) sowie den Rules for Qatar Domains Registry Domain Name Dispute Resolution Policy (”Rules”). Die Streitschlichtungspalette der WIPO erweitert sich damit auf 66 Länderkürzel. Die .de-Domain ist weiterhin nicht dabei.
Das Zusammenbringen der Beliebtheit von .com und der nationalen Identität von .de - mit diesem Konzept macht sich der in London ansässige Subdomain-Betreiber CentralNic Ltd. auf, um mit .com.de-Domains die Domain-Welt zu erobern. Technisch gesehen handelt es sich um keine offizielle Domain-Endung, sondern um reine Subdomains, die vom Inhaber der Domain com.de in eigener Verantwortung nach eigenen Regeln vergeben werden; ähnliches praktiziert CentralNic bereits bei .eu.com sowie .uk.com. Im Fall von .com.de bietet CentralNic vor allem ausländischen Personen und Unternehmen einen Vorteil: nach den Vergabebedingungen der DENIC muss zumindest der Admin-C einer .de-Domain seinen Sitz in Deutschland haben; Subdomains unterhalb von .com.de stehen dagegen jedermann ohne Einschränkung zur Verfügung. Aktuell läuft bereits eine Promotion-Phase, in der sich noch bis 23. September 2011 die Inhaber einer .de-Domain bevorrechtigt das .com.de-Pendant sichern können. Die offizielle Registrierung startet dann am 26. September 2011.
Sportlichen Ehrgeiz brauchen die Bewerber um den Zuschlag für die neue .sport-Domain schon vor der Einführung: mit der im schweizerischen Lausanne ansässigen Initiative SportAccord, einer weltweiten Koalition von Sportverbänden, steigt nach Ron Andruffs DotSport LLC sowie dem Luxemburger DotSport Consortium der bereits dritte Kandidat in das Wettrennen ein. Dass es sich um ein Schwergewicht handelt, erkennt man an den über 100 Mitgliedsverbänden der Initiative. Dazu gehören etwa die International Handball Federation (IHF) oder die Federation Internationale de Ski (FIS), vor allem jedoch an der - nach eigenen Angaben - Unterstützung des Olympischen Komitees. Aktuell sucht man allerdings erst einmal per Ausschreibung technische sowie wirtschaftliche Hilfe; Interessenten können sich bis zum 30. September 2011 melden.