31. Mai 2011
Letzte Woche fand mit Hilfe von united-domains der 11. Kongress des @kit e.V. (Bayreuther Arbeitskreis für IT - neue Medien - Recht e.V.) in Starnberg statt. Unter der Leitung unseres Rechtsvorstands Markus Eggensperger (ganz links im Bild) übernahmen wir die Organisation des Rahmenprogramms.
Highlight des ersten Kongresstages: eine Podiumsdiskussion zum Thema “Daten-Sammelwut vs. Datenschutz”, moderiert vom BR-Journalist Richard Gutjahr. Mit ihm und dem Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar diskutierten u.a. Prof. Dr. Peter Huber, Richter am Bundesverfassungsgericht und Prof. Dr. Jürgen Stock, Vize-Präsident des Bundeskriminalamtes. Als Vertreter der “Datensammler” stieg Dr. Maximilian Schenk in den Ring, Mitglied der Geschäftsführung der VZ-Netzwerke.
“Gesetze sind das Werkzeug des Politikers”, sagte Schaar (ganz rechts im Bild) im Zuge der Diskussion - und sie werden seiner Ansicht nach verstärkt von Politikern eingesetzt, um zu zeigen “Seht her, wir tun was!”. Auf diese Weise hätten Regierungen seit 2001 Bürgerrechte massiv eingeschränkt, wahlweise für die Bekämpfung von Terror, organisierter Kriminalität, Kinderpornographie oder Steuerhinterziehung.
Gewissermaßen stellvertretend für die Politik verteidigte Stock diese Einschnitte in die Bürgerrechte sogleich mit dem Kampf gegen Terroristen - und im weiteren Verlauf der Diskussion mit dem gegen Kinderpornographie. Er belegte damit das Phänomen, das Peter Schaar im Umgang mit Freiheitsrechten der Bürger ausgemacht hat, das “konjunkturenabhängige Argumentationsmodell”: Mal muss die Mafia als Rechtfertigung herhalten, mal Al-Qaida. Ähnlich bunt liest sich auch der Katalog der Anlässe für Abhöraktionen deutscher Ermittlungsbehörden. Da rangiert die Terrorbekämpfung sogar am Ende der Liste.
Darüber und über viele andere Aspekte dieses durchaus kontroversen Themas lieferten sich die Protagonisten einen intensiven Austausch von Positionen und Argumenten - und überzogen “Wetten Dass”-mäßig, was aber niemanden störte.
Weitere sehr interessante Hintergrundinfos zum Thema erfahrt Ihr in einem sehr guten Blog-Beitrag von Richard Gutjahr, der die Diskussion geleitet hat.
26. Mai 2011
Das ist doch mal eine Aussage: Adam Smith, Journalist des Fachmagazins World Trademark Review, hält die neuen Top-Level-Domains (nTLD) markenrechtlich für die “… the greatest challenge to trademarks since the dawn of the domain name industry…”, also für die größte Herausforderung für Marken seit Beginn des Geschäfts mit Domain-Namen - und damit quasi seit Beginn der breiten Internetnutzung.
Zudem erkennt Jim Bikoff, Partner der US-Kanzlei Silverberg Goldman & Bikoff, gerade bei Unternehmensjuristen, die Marken und ihre Inhaber ja vor eben diesen Herausforderungen schützen sollen, einen erstaunlichen Mangel an Aufmerksamkeit für dieses Thema. So sah beinah jeder zweite von World Trademark Review befragte Unternehmensjurist (45 Prozent) die Aufmerksamkeit für diese Frage im eigenen Unternehmen als eher gering an.
Dabei spricht alleine folgende Zahl für eine erhöhte Wachsamkeit in Sachen Markenschutz: Ab Jahr 2012 prognostizieren Experten einen Zuwachs von weit mehr als vierhundert neuen Top-Level-Domains. Dagegen nehmen sich die insgesamt rund 30 TLDs, die seit 1999 (!) auf die digitale Weltkarte gekommen sind, doch eher überschaubar aus, zumal darunter auch mäßig erfolgreiche Exemplare wie .jobs oder .travel waren.
Wie sich Unternehmen gegen die drohenden Risiken absichern können und warum es durchaus sinnvoll sein kann, bereits jetzt Geld für eine unternehmenseigene Top-Level-Domain - wie etwa .bmw oder .apple - locker zu machen, erzählt unser Kollege Sebastian Ritze heute im Rahmen des @kit-Kongresses “Innovation und Recht” in Starnberg. Und es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein, dass wir uns mit dem Thema Markenschutz beschäftigen…
25. Mai 2011
Hallo zusammen,
heute darf ich Euch unsere neue “Schreibkraft” vorstellen:

Holger Neumann
Holger Neumann kommt von GMX aus Karlsruhe. Er war dort Pressesprecher und verantwortete die Consumer-PR für den größten deutschen E-Mail-Dienst.
Bei uns wird er sich um alle geschriebenen Texte (UDAG-website, FAQ, Pressetexte etc) kümmern und als Presse & Social Media Manager in Zukunft auch das united-domains-Blog betreuen.
Holger ist 36 Jahre alt, verheiratet, und hat einen Sohn.
Herzlich Willkommen!