ud.com united-domains Blog

Russland in Bayern und TV auf acht Inseln

31. August 2010

Generische Domain-Endungen, die eigentlich keine sind


Vor kurzem verschickte mein Team einen Newsletter zum Thema .co-Domains. Wir gingen auf die unterschiedlichen Möglichkeiten ein, diese Endung zu nutzen. Ob für .COmpanies, .COmmunication oder .COntent: es gibt nur wenige Domain-Endungen, mit denen so viele verschiedene Begriffe assoziiert werden können.

Das Feedback auf diesen Newsletter war enorm: viele Kunden meldeten sich mit der Frage zurück, ob die Endung .co denn nicht mehr für Kolumbien stünde oder schickten eigene Vorschläge, was .co bedeuten könnte. Cocker Spaniel und Kohlenstoffmonoxid sind nur zwei Beispiele von vielen.

Natürlich haben wir Kolumbien nicht die Länder-Endung gestohlen. Aber schon kurz nach dem Start der Registrierungsphase zeigte sich, dass .co bei vielen der gesicherten Domains nicht im ursprünglichen Sinn verwendet wird. Obwohl die “zweckentfremdeten” Bedeutungen bei .co tatsächlich vielfältiger sind als bei anderen Top Level Domains, ist die Endung dennoch kein Einzelfall.

Ein prominentes Beispiel ist etwa die Domain last.fm, unter der ein Internetradio gehostet wird. Hier hat sich FM als Abkürzung für Frequenzmodulation gegenüber der eigentlichen Bedeutung durchgesetzt, nämlich der Länder-Endung der Föderierten Staaten von Mikronesien.

Sollte das jeweilige Land nicht eigentlich dafür sorgen, dass die eigene Domain-Endung nicht unter völlig “falschen” Bedeutungen verwendet wird? Immerhin könnte das der Reputation schaden. So kann man es natürlich sehen. Allerdings sind mit guten Domain-Namen inzwischen auch entsprechende finanzielle Beträge verknüpft. Diese Chance haben einige Länder erkannt und nutzen sie konsequent. Da gibt es beispielsweise einen nur 26 Quadratkilometer großen Inselstaat im Stillen Ozean, der aufgrund fehlender Rohstoffe und qualifizierter Arbeitskräfte wirtschaftlich kaum Entwicklungsmöglichkeiten hat. Unabhängig davon wird den acht Inseln eine Domain-Endung zugesprochen, in diesem Fall .tv als Abkürzung für Tuvalu. Da TV schlicht und ergreifend öfter mit dem Begriff Television in Verbindung gebracht wird als mit Tuvalu, wurde die Firma DotTV gegründet. Sie bringt .tv-Domains ganz gezielt als DIE Fernseh-Adresse im Netz an den Markt und sicherte Tuvalu im Gegenzug 50 Millionen US-Dollar zu, die in jährlichen Raten ausgezahlt werden. Der Inselstaat wiederum konnte von den Einnahmen unter anderem die Aufnahmegebühr für die Vereinten Nationen bezahlen.

DJs, die sich Adressen unter .dj für Djibouti sichern oder Second-Life-Spieler, die ihre Adresse unter .sl (Sierra Leone) beziehen, sind in bester Gesellschaft mit waschechten Bayern, welche die Endung Weißrusslands (.by) kurzerhand für etwas Lokalkolorit zweckentfremden. Ob man dem Ganzen nun positiv oder negativ gegenübersteht: im Endeffekt zeigt sich gerade bei diesen Domain-Endungen, dass das Internet eben nicht von Regeln und Vorgaben lebt, sondern von den Menschen, die sich darin bewegen. Hin und wieder entwickeln sich die Dinge dann zwar anders als erwartet (wie im Fall von .co) was auf der anderen Seite aber auch eine große Chance sein kann. Nicht nur für kleine Inselstaaten!

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Top-Level-Domain aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

Redesign ud.com: unser kleiner Bruder wird flügge!

20. August 2010

http://www.ud.com

Vor knapp einem halben Jahr ging die Seite ud.com an den Start. Dort kann die Verfügbarkeit eines Namens in den Bereichen Domains, Social Networks und Marken mit einem Klick überprüft werden. Inzwischen ist ud.com den Kinderschuhen entwachsen. In den vergangenen Monaten haben meine Kollegen in Amerika eine ganze Menge der eingegangenen Verbesserungsvorschläge umgesetzt. Mittlerweile überprüft ud.com zwölf verschiedene soziale Netzwerke sowie 16 verschiedene Domain-Endungen und darüber hinaus drei verschiedene Markendatenbanken.

Ob ein Wunschname noch frei ist oder der eigene Name vielleicht von Dritten benutzt wird, interessiert scheinbar nicht nur uns: im vergangenen Monat haben 63.938 Besucher insgesamt 42.887 Suchanfragen gestartet. Vor zwei Tagen freuten sich dann einige Personen in Boston ganz besonders: ud.com wurde in einem Artikel von mashable.com erwähnt, einem der bekanntesten Blogs zu Themen aus dem Netz in den USA.

Wer sich selbst überzeugen will, der kann direkt auf ud.com durchstarten und seinen Namen suchen.

Was meine Kollegen in Boston jedoch noch mehr freuen dürfte: Feedback. Vieles an der Seite wurde schon verbessert und aktualisiert, wir sind aber immer dankbar für Kommentare! Ob nun direkt auf ud.com, auf der ud.com-Fanpage bei Facebook oder hier im Blog: wir wollen auch weiterhin dafür sorgen, dass unser kleiner Bruder nicht stehenbleibt!

Fette Finger und falsche Freunde: was den eigenen Namen im Netz gefährdet

9. August 2010
In eigener Sache: seit einer Weile bietet ein Team von Spezialisten der united-domains AG die Seminarreihe Domain-Lunch an. Um was es dabei geht und warum das auch für Sie interessant sein könnte, zeige ich Ihnen in diesem Artikel.


Aller Anfang ist leicht, zumindest im Netz. Eine eigene Internet-Adresse kann ohne Aufwand mit wenigen Klicks online registriert werden. Der erste Web-Auftritt ist dank frei verfügbarer Vorlagen und WYSIWYG-Editoren („what you see is what you get“) gleich erstellt. Vielleicht noch ein Shop-System dazu? Kein Problem, kann alles heruntergeladen und mit etwas Glück auch ohne große Änderung zum Laufen gebracht werden.

Ganz so perfekt ist die schöne, neue Welt allerdings nicht. Nehmen wir einmal das Beispiel des (fiktiven) Inhabers einer kleinen Gärtnerei, Herbert K.
Herr K. geht mit der Zeit und stellt sein Angebot an Blumen, Gestecken, Obst und Gemüse dem geneigten Besucher im Netz vor. Er bekommt durchweg positive Resonanz auf seine Seite, einige seiner Kunden sagen sogar, dass sie über eine Suchmaschine auf ihn aufmerksam wurden. Herr K. sieht sich seinen Web-Auftritt gerne auch selbst an. Eines Tages jedoch ist er etwas unaufmerksam und vertippt sich bei seinem Domain-Namen. Plötzlich landet er auf einer Seite, die zugepflastert ist mit Werbung der Konkurrenz. “Was, wenn das meinen Kunden auch passiert?” fragt er einen Bekannten. “Vielleicht wandern sie dann zu einer anderen Gärtnerei ab. Und alles nur, weil ein Buchstabe falsch ist!” “Tja, Fat-Finger-Distance, Herbert!” ist alles, was er von seinem Bekannten zu hören bekommt.

Kurz darauf hat Herr K. den Vorfall wieder vergessen. Sein Bekannter hat ihm nämlich erzählt, dass eine Webseite an sich ohnehin nicht mehr der neueste Schrei sei. Vielmehr müsse er sich im Web 2.0 bewegen, DAMIT sei er der Konkurrenz voraus. Herr K. macht sich also schlau und kennt kurz darauf die Namen der wichtigsten Social Networks. Auch unsere Suchmaschine ud.com findet er. Dort gibt er testweise den Namen seiner Gärtnerei ein. Und siehe da: SEIN Name ist bei Facebook und Twitter bereits belegt! Er besucht den Facebook-Account. Zwar steht dort nichts, eine eigene Seite kann er dort aber nicht mehr erstellen, weil der Name eben schon vergeben ist. Beim Besuch von Twitter dann traut er seinen Augen kaum: unter dem Namen seiner Gärtnerei wirbt dort ein Konkurrent für seine Produkte! Über einen Link gelangt man direkt auf die Homepage des Wettbewerbers, inklusive Anfahrtsskizze und Sonderangeboten. Herr K. schreibt zwar umgehend an den Support von Twitter, gesperrt wird der Account jedoch nicht, geschweige denn, dass Herr K. ihn übertragen bekäme.

Schöne, neue Welt? Wie gesagt - nicht unbedingt. Immer wieder müssen Privatpersonen, Firmen und Markeninhaber feststellen, dass sie ihren Namen im Netz nicht alleine benutzen. Auch in meiner Arbeit für united-domains höre ich regelmäßig von Fällen, in denen Kunden ihre Wunsch-Domain nicht einfach direkt registrieren können, sondern mühsam einklagen müssen, weil Dritte den Namen bereits weggeschnappt haben. Mit zunehmender Bedeutung von Social Networks tritt diese Problematik inzwischen auch bei Twitter, Facebook und Co. auf.

Einige meiner Kollegen haben sich daher zu einem Team zusammengeschlossen, um mit der Seminarreihe Domain-Lunch die Fallstricke im Netz aufzudecken und Lösungen aufzuzeigen.

Die Vorträge richten sich sowohl an Privatpersonen als auch an Firmen, Markeninhaber und alle anderen, die im Netz vertreten sind (oder sein wollen). Im Rahmen der Veranstaltungen wird geklärt, welche rechtlichen Grundlagen bei der Domain-Registrierung zu beachten sind und wie man den eigenen Namen im Netz gegen einen Missbrauch von Dritten sichert oder - falls es bereits zu spät ist - wie gegen einen Missbrauch vorgegangen werden kann.

Aktuell bereiten die Kollegen bereits den 6. Domain-Lunch vor, die Rückmeldungen waren bislang durchweg positiv. Dabei muss guter Rat nicht teuer sein: die Teilnahme am Domain-Lunch ist kostenlos. Da die Anzahl der verfügbaren Plätze begrenzt ist, können sich Interessenten direkt online anmelden und einen Platz anfordern.

Herr K. hätte, wäre er eine reale Person, beim Domain-Lunch übrigens auch erfahren, was es mit der Fat-Finger-Distance auf sich hat. Doch nicht nur das: bereits vor dem gemeinsamen Mittagessen hätte er gewusst, wie er seinen Namen im Netz platzieren muss, um mit seiner Gärtnerei tatsächlich optimal in der schönen, neuen Welt aufgestellt zu sein.

Ein Stück Kolumbien für Sie!

20. Juli 2010
©Ben Bowes http://ud.com/-benbowes

©Ben Bowes
http://ud.com/-benbowes

Seit heute können Domains unter der Endung .co für Kolumbien von jedermann registriert werden. Ihr ganz persönliches Stück Kolumbien können Sie sich direkt bei united-domains sichern:
Auf unserer .co-Seite geben Sie einfach den oder die Wunschnamen ein, die Sie registrieren möchten. Mit wenigen Klicks schließen Sie die Beantragung direkt auf der Seite ab und erhalten von uns per E-Mail Bescheid, sobald Ihre Domain bei der kolumbianischen Vergabestelle registriert wurde. Für 49,- Euro pro Jahr ziehen Sie sich so Ihren eigenen kolumbianischen Domain-Namen an Land.

Ob Shakira und Juan Pablo Montoya sich ihre .co-Domain noch sichern werden, weiß ich leider nicht, viele andere interessante Namen sind jedoch noch frei. Sei es nun Dis.co, Flamen.co oder Fias.co: Ihrer Kreativität sind (fast) keine Grenzen gesetzt!

Refresh fürs Layout - unser neues config-Menü

7. Juli 2010

Der eine oder andere hat es bereits bemerkt: wer ab heute seine Domains im Domain-Portfolio konfigurieren möchte, der sieht das neue Konfigurationsmenü. Bislang erschien im Portfolio nach dem Klick auf "config" eine etwas unübersichtliche Seite, auf der aufgelistet wurde, was denn eigentlich bei einer Domain eingestellt werden kann. Beispiele gefällig?

config_mx-cname-txt
config_subdomain
Zwar war dort ausführlich beschrieben, welche Änderungen im jeweiligen Bereich getätigt werden können, das Ganze sah jedoch wenig einladend und zudem unübersichtlich aus. Mit dem neuen Design des config-Menüs haben wir versucht, so viel überflüssigen Text wie möglich auszumerzen. Stattdessen lassen wir Bilder sprechen. Auch stehen nicht mehr alle Menüpunkte untereinander, so dass das lästige Scrollen entfällt. Und so sieht es aus:

config_menue_thumb
Fertig sind wir mit der Arbeit natürlich dennoch nicht. Es wird auch in Zukunft weiter an Layout und Usability der Webseite und insbesondere des Domain-Portfolios gearbeitet. Und hier kommen Sie ins Spiel: Als Benutzer der Webseite wissen Sie am besten, was Ihnen gefällt oder was Sie stört. Dieses Wissen hilft uns, Änderungen gezielt auf Ihre Bedürfnisse hin abzustimmen.

Wir freuen uns darum immer über Feedback, Anregungen und natürlich auch konstruktive Kritik. Ob als Kommentar hier im Blog, bei Twitter, Facebook oder direkt bei uns im Support.

Lassen Sie etwas von sich hören!

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