Domains registrieren, Domains bestellen, Domains verwalten - von der heimischen .de-Domain, generischen Endungen wie der .com-Domain oder der.net-Domain, bis hin zu exotischen Domains wie .ki für Kiribati oder .za für Südafrika. Darum geht es im Wesentlichen bei united-domains.
So weit, so gut, aber vielleicht kennt der eine oder andere das: Wenn man einem Gesprächspartner das so in etwa schildert, kommt möglicherweise noch ein neutrales “Aha..!”, aber irgendwie hat man das Gefühl, dass beim Gegenüber die Fragezeichen im Kopf mehr statt weniger geworden sind. Und das passiert nicht nur bei der Silver Surfer-Best Ager-Generation 50+, sondern auch im Gespräch mit deutlich jüngeren Leuten, die das Internet zwar selbstverständlich nutzen, aber sich über Fragen wie Domains noch nie wirklich Gedanken gemacht haben. Warum auch?
Ist eine Domain eine Website? Ist Domain-Registrieren sowas wie Webhosting? So oder so ähnlich lauten immer wieder mal die Rückfragen. Für all diejenigen, denen so etwas schon mal passiert ist, oder die es einfach wissen möchten, haben wir ein kleines Video produziert, das auf anschauliche Weise zeigt, was es mit den Domains auf sich hat.
Und bitte!
Wir hoffen, damit sind einige Unklarheiten beseitigt. Wenn nicht, ist jeder herzlich eingeladen, das Video nochmal anzuschauen - oder sich auf den bekannten Wegen an uns zu wenden.
In der “Woche der Entscheidung” kommt nochmal richtig Bewegung rein in das Thema neue Top-Level-Domains. Während sich kurz vor dem Start der Bewerbungsphase um die neuen Domain-Endungen am kommenden Donnerstag drei große Konzerne aus der Deckung gewagt haben, versucht die Politik in den USA weiterhin, in letzter Minute doch noch auf die ICANN einzuwirken, um den Start nach hinten zu verschieben oder das nTLD-Programm einzugrenzen. Aktuell hat es laut golem.de Lawrence Strickling, stellvertretender US-Wirtschaftsminister und Chef der National Telecommunications and Information Administration (NTIA), versucht: In einem Brief fordert er die ICANN dazu auf, nach dem Ende der Bewerbungsphase doch bitte nochmal über alles nachzudenken, denn viele Unternehmen wüssten gar nichts von den neuen Top-Level-Domains und müssten daher geschützt werden.
Deutsche Unternehmen sind da offenbar einen Schritt weiter: Die DAX-Konzerne SAP, Linde und RWE wollen sich um eine eigene Top-Level-Domain bewerben, wie die Wirtschaftswoche in ihrer Online-Ausgabe berichtet. Sie versprechen sich neben der “besseren Auffindbarkeit durch Suchmaschinen, neue Möglichkeiten im Marketing, eindeutige Identifizierbarkeit und die direkte Weiterleitung auf die jeweilige Landesseite“.
Linde & Co geben also Gas, die US-Politik versucht zu bremsen - dabei hat ICANN-Chef Steve Crocker noch vor einigen Tagen mehr als deutlich gemacht, dass es keine weiteren Verzögerungen geben wird. Domaincite.com fasst seine Argumentation so zusammen:
“In terms of immediacy, the opening of the window for applications for new gTLDs is January 12, ten days from now. This is occupying a large fraction of our attention and is also the source of much attention from our stakeholders and others watching us. An enormous amount of work has gone into the program and I, among many, many others, are eager to see what will happen. The opening of the window on January 12 will be a noteworthy day, but the closing date, three months later and the publication date for the names a bit later will also be quite noteworthy. I know there is a bit of controversy over some specific aspects of the program, but I am confident the program is well constructed and will run smoothly.”
Zum Jahresendspurt zeigt sich die bunte Domain-Welt nochmals in ihrer ganzen Pracht: So geben die Vergabestellen der .at-Domain sowie der .eu-Domain einen Blick hinter die Kulissen, gewissermaßen tiefe Einblicke offenbart die aktuelle Diskussion um das Vorgehen von ICM gegen Cybersquatter. Hier die Kurznews unserer Kollegen von domain-recht.de.
ICM Registry Inc., Verwalterin der .xxx-Domain, greift im Kampf gegen Cybersquatting hart durch. Nachdem mehrere Fälle eklatanter Rechtsverletzungen durch eine Handvoll von Einzelpersonen bekannt wurden, hat sich ICM für eine Suspendierung der betroffenen Adressen entschieden. Hierzu zählen unter anderem businessweek.xxx, snapfish.xxx, verizonwireless.xxx oder washingtonpost.xxx. Allerdings begibt sich die Registry damit auf dünnes Eis: Über die Suspensierung entschied ICM ohne ein Schiedsverfahren oder ein ordentliches Gericht, allein aufgrund eines behaupteten Verstoßes gegen Vergaberegeln. Das Risiko, dass der Inhaber doch zur Registrierung berechtigt war, bleibt aber. Gut möglich also, dass ICM Registry sein rigides Vorgehen noch bedauert.
.xxx-Domains: Es geht rund im Kampf gegen Cybersquatter
Deutlich friedlicher scheint es bei unseren südlichen Nachbarn zuzugehen. Die österreichische Registry Nic.at, Vergabestellte der .at-Domain hat seinen “.at-Report” neu aufgelegt. Die Schlussausgabe 2011 ist der Rechtsabteilung gewidmet, die es in den letzten elf Jahren mit 1.200 .at-Streitigkeiten zu tun bekommen hat. Lediglich ein Zehntel landete allerdings vor Gericht. Wird Nic.at dediziert auf eine Rechtsverletzung hingewiesen, gelangt eine .at-Domain üblicherweise in den Wartestatus, bis sich die Parteien geeinigt haben oder eine rechtskräftige Gerichtsentscheidung vorliegt. Bis dahin kann eine Domain nicht übertragen werden. Im Jahr 2010 gab es zum Beispiel 88 solcher Fälle, wobei die Tendenz rückläufig ist - ein Hinweis auf gesicherte Rechtslage.
Go east in Brüssel: Bei soviel geballtem Wissen will auch EURid, die Vergabestelle der .eu-Domain mit Sitz in Brüssel, nicht hinten anstehen. Im .eu-Fortschrittsbericht für das dritte Quartal 2011 hebt EURid vor allem hervor, dass in den jüngeren EU-Mitgliedsstaaten Bulgarien, Litauen und Rumänien die Zahl der Registrierungen überdurchschnittlich hoch ist. Insgesamt konnte .eu zwischen August und Oktober 2011 um 67.325 (2,0 Prozent) Domains zulegen. Mit insgesamt 3.413.726 Domains bleibt .eu unter den Top-5 der ccTLD-Weltrangliste, wenn auch nur knapp vor Chinas .cn. Bei weitem noch nicht ausgeschöpft scheint das Potenzial an internationalisierten Domain-Namen, die lediglich 1,7 Prozent aller Registrierungen ausmachen.
Die Fernsehjahresrückblicke sind durch, Dirk Nowitzki ist Sportler des Jahres - und überhaupt sind es nur noch 11 Tage bis zur “Dinner for One”-Dauerberieselung am Silvesterabend. Da wollen wir keine Ausnahme machen, denn auch in der digitalen Welt gibt es Rankings und Jahresrückblicke. Hier ein kleiner Auszug.
Insgesamt haben die 10 wertwollsten Domains 780.000 eingebracht - inklusive einiger vertraulicher Transaktionen seien es sogar etwa 1,5 Millionen Euro gewesen.
Die beliebtesten Suchbegriffe bei Google 2011 waren das über ein YouTube-Video berühmt gewordene Teenie-Sternchen Rebecca Black, das noch im Nachlass von Steve Jobs befindliche iPhone 5 und - auch wenn das vielen schon wieder wahnsinnig lange her erscheint - Fukushima.
Für die besten Apps für iPhone und iPad hält techcrunch:
There are hundreds of additional titles worthy of mention, and we selected our favorites based on the production value of an app more than its popularity on the Top Seller charts. You might take issue with some of the apps included here as well. But with about 600,000 apps available for iOS devices, everyone is entitled to their own favorites.
Eine Rangliste ohne Gewähr also - in diesem Sinne viel Spaß beim Aufstellen seiner eigenen Top 10, wer mag.
Neues von beiden Seiten des Ärmelkanals: .fr-Domains bestellen wird künftig einfacher, “The City” schreibt die .london-Domain aus, während eine Gruppe US-Senatoren offenbar versucht, die neuen Top-Level-Domains insgesamt “abzuschreiben”. Hier die News, wie immer mit Unterstützung der Kollegen von domain-recht.de.
Paukenschlag der französischen Domain-Verwaltung AFNIC: In Zukunft kann jede natürliche und juristische Person mit Sitz in der Europäischen Union, Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz eine .fr-Domain registrieren. Die Liberalisierung ist Teil einer europäischen Öffnungskampagne von AFNIC und dürfte nicht zuletzt der Kritik an der Registry aufgrund ihrer bisher so strikten Vergabebedingungen geschuldet sein. Bisher waren .fr-Domains für Personen und Unternehmen mit Sitz außerhalb Frankreichs nur eingeschränkt registrierbar. Und weil die AFNIC offenbar gerade dabei war, hat man auch noch weitere Domains aus dem Portfolio leichter erreichbar gemacht: Die Länderendungen .wf (Wallis und Futuna), .tf (Französische Süd- und Antarktisgebiete), .re (Réunion), .pm (Saint-Pierre und Miquelon) und .yt (Mayotte) können zu den gleichen Bedingungen registriert werden wie .fr-Domains.
New York, Rio, Tokio - das könnte es womöglich auch bald im Internet heißen, auch wenn von Rio de Janeiro bislang noch keine Bemühungen in Richtung einer eigenen TLD bekannt. Unabhängig von den Entwicklungen am Zuckerhut beherrschen die Städte-Domains im Vorfeld der Einführung der neuen Top Level Domains die Schlagzeilen. Nachdem es bereits Ausschreibungen für die .berlin-Domain, die .hamburg-Domain und die .koeln-Domain gibt, legt nun auch London nach.
“The City” hat über die Agentur London & Partner ein “request for proposals” gestartet, über das sich alle interessierten Unternehmen und Organisationen melden können. Zwei Interessenten haben sich schon aus der Deckung gewagt: die Registry der .uk-Domain Nominet und die Registry der .la-Domain CentralNic, die auch zahlreiche inoffizielle Sub-Domains wie .us.com oder .eu.com anbietet. Die Ausschreibung ist steht nicht nur britischen Organisationen offen. Allerdings ist Eile geboten, denn die Bewerbungen müssen bis 05. Januar 2012 eingereicht werden.
Auf die Bremse treten möchten hingegen Teile der US-Politik, wie heise.de berichtet: Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses im Senat forderten ICANN auf, die Zulassung der neuen Top Level Domains nicht zu überstürzen. Kurz vor dem geplanten Start der Bewerbungsphase am 15. Januar 2012 sagte Senatorin Amy Klobuchar, der öffentliche Dialog über die Erweiterung des Namensraumes im Internet habe nun erst begonnen. Vor allem große Unternehmen und Unternehmensverbände, die in der Coalition for Responsible Internet Domain Name Oversight (CRIDO) organisiert sind, hatten auf das Einschalten der Politik gedrängt - und damit offenbar zumindest insoweit Erfolg, als die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses dem - vermutlich intensiven - Drängen der Lobbyisten nachkamen.